Pflege im vertrauten Zuhause

Viele Menschen möchten möglichst lange in Ihrem vertrauten Umfeld bleiben, auch wenn sie Pflege brauchen. Glücklicherweise gibt es dafür viele Angebote zur Organisation der Pflege, des Alltags und der Nutzung von Hilfsmitteln.

Wer ist pflegebedürftig?

Die Pflegeversicherung unterstützt Menschen, die länger als sechs Monate Probleme haben, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen – zum Beispiel wegen einer Krankheit oder Behinderung. Dafür muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden. Diese beauftragt dann den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Begutachtung: Der MDK ermittelt während eines Hausbesuches anhand festgelegter Kriterien den Grad der Pflegebedürftigkeit.

Älterer Mann mit Pflegebedarf und Kind auf dem Arm
© Humphrey Muleba

Pflegen die Angehörigen oder ein Pflegedienst?

Ist die Pflegebedürftigkeit festgestellt, kann die Pflege zu Hause durch Angehörige, Freunde oder einen ambulanten Pflegedienst übernommen werden. Wählen Sie in Ruhe aus, denn dafür ist Vertrauen wichtig. Wir informieren Sie auch gerne zu den Themen Tagespflege, Nachtpflege oder 24-Stunden-Pflege. Außerdem beraten wir zu den Möglichkeiten der Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege, wenn pflegende Angehörige oder Freunde vorübergehend verhindert sind. Und wenn kein Pflegegrad vorliegt? Auch dann beraten wir Sie zu Alternativen der Versorgung.

Welche Hilfsmittel gibt es?

Für die Pflege zu Hause gibt es viele Hilfsmittel, die das Leben vereinfachen: Fragen Sie uns nach Hilfsmitteln wie Inkontinenzhilfen, Rollatoren oder Rollstühlen und nach Pflegehilfsmitteln wie zum Beispiel Notrufsystemen, Pflegebetten oder Duschsitzen.

1 – Häusliche Krankenpflege

Wer krankenpflegerischer Behandlung benötigt, muss diese nicht zwangsläufig in einer stationären Einrichtung – einer Klinik beispielsweise – erhalten. In zahlreichen Fällen kann eine solche Behandlung auch im häuslichen Umfeld über ambulante Pflegedienste geleistet werden. Die gesetzlichen Grundlagen der häuslichen Krankenpflege...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 1 (150 KB)
2 – Kriterien der Pflegebedürftigkeit

Sind Menschen durch eine körperliche, geistige oder seelische Erkrankung in ihren Fähigkei-ten und ihrer Selbständigkeit eingeschränkt, gelten sie als pflegebedürftig. Dauert der Hilfebedarf voraussichtlich länger als sechs Monate an, können sie Unterstützung durch Leistungen der Pflegeversicherung bekommen. Wie stellt man...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 2 (288 KB)
5 – Auswahl eines Pflegedienstes

Für die Versorgung zu Hause bieten eine Vielzahl von Pflegediensten Hilfe bei der Körperpflege und bei der Hauswirtschaft sowie Betreuungsleistungen an. Es gibt außerdem Pflegedienste mit speziellen Angeboten oder Ausrichtungen, z. B. Pflegedienste für junge Pflegebedürftige oder für Patienten mit...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 5 (48 KB)
6 – Hilfe im Haushalt

Einige Menschen benötigen Unterstützung beim Einkaufen, Kochen oder bei der Wohnungsreinigung. Die Krankenkassen übernehmen auf Antrag die Kosten für eine Haushaltshilfe wegen schwerer Krankheit insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt. (siehe Informationsblatt Nr. 1 Häusliche Krankenpflege). Menschen, die Geldleistungen der Pflegeversicherung erhalten,...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 6 (286 KB)
8 – Verhinderungspflege / Kurzzeitpflege

Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson (Verhinderungspflege) Wenn eine private Pflegeperson wegen Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens 42 Tage und bis 1.612 € im...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 8 (291 KB)
9 – Tagespflege/Nachtpflege

Pflegebedürftige Menschen haben die Möglichkeit einen Teil des Tages außerhalb der Häuslichkeit betreut zu werden. In diesem Fall kann für diese Zeit auf eine sogenannte teilstationäre Versorgung zugegriffen werden. Der Anspruch auf Tagespflege ist zeitlich nicht begrenzt. Eine Tagespflege kann...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 9 (37 KB)
17 – Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel dienen der allgemeinen Hygiene, dem Schutz des Pflegenden und erleichtern die Pflege. Aufgrund der Materialbeschaffenheit oder aus hygienischen Gründen können sie in der Regel nur einmal benutzt werden. Welche zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel gibt es? Einmalhandschuhe...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 17 (240 KB)
18 – Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel

Hilfsmittel sind Gegenstände, die körperliche Beeinträchtigungen ausgleichen. Man unterscheidet Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel. Hilfsmittel werden von der Krankenkasse ganz oder teilweise finanziert um eine Krankenbehandlung zu unterstützen, Beschwerden zu lindern oder eine Behinderung auszugleichen bzw. abzuwenden. Pflegehilfsmittel sollen die Pflege erleichtern,...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 18 (290 KB)
31 – Begutachtungsrichtlinien Pflegegrade

Bei der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit wird die Selbständigkeit eines Menschen in sechs Lebensbereichen – Modulen- beurteilt: Modul 1: Mobilität Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen Modul 4: Selbstversorgung Modul 5: Bewältigung von und selbständiger...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 31 (333 KB)
32 – Soziale Sicherung für Pflegende

Durch das Pflegeversicherungsgesetz (§ 44 SGB XI) wurden Möglichkeiten zur sozialen Absicherung der Pflegepersonen geschaffen: Rentenversicherung Viele Personen können wegen der häuslichen Pflege eines pflegebedürftigen Angehörigen ihrer Erwerbstätigkeit nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr nachgehen. Sie können aufgrund der...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 32 (49 KB)
33 – Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

  Möchten nahe Angehörige sich für einen bestimmten Zeitraum um einen pflegebedürftigen Menschen kümmern, so haben sie die Möglichkeit, sich von der Arbeit freistellen zu lassen. Durch das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf besteht ein Rechtsanspruch auf...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 33 (125 KB)
34 – Unterhaltspflicht von Kindern gegenüber pflegebedürftigen Eltern

Übersteigen die Kosten für die Pflege das Einkommen eines Pflegebedürftigen, kann er sogenannte Hilfe zur Pflege vom Sozialamt bekommen. Sobald das Sozialamt sich an den Kosten für die Pflege beteiligt oder diese übernimmt, wird geprüft, ob die Kinder des pflegebedürftigen...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 34 (272 KB)
36 – Berliner Leistungskomplexe zur Pflege

Vergütung in der ambulanten Versorgung 2019 (Berliner Leistungskomplexe zur Pflege – Orientierungswerte)  

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 36 (173 KB)
37 – Hilfe zur Pflege vom Bezirksamt

Menschen, die aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands Pflege benötigen, aber nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, um die Pflege bezahlen zu können (weil kein Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung besteht oder weil die Leistungen der Pflegekasse nicht ausreichen), haben Anspruch...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 37 (315 KB)
40 – Reisen – Auszeit und Erholung

Reisen macht Spaß und steigert die Lebensfreude, oft weit über die Urlaubszeit hinaus. Mobilitätseingeschränkte Menschen, von der Diagnose Demenz Betroffene oder Eltern mit pflegebedürftigen Kindern unterscheiden sich in ihren grundsätzlichen Reisewünschen nicht von anderen Reisenden. Dennoch verzichten hilfe- und pflegebedürftige...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 40 (175 KB)
41 – 24-Stunden Pflegebetreuung zu Hause

Viele Pflegebedürftige wünschen und / oder benötigen eine 24-Stunden-Betreuung in der eigenen Wohnung. Häufig übersteigt diese jedoch die psychischen und physischen Kräfte der Angehörigen. Im Folgenden werden daher Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine ganztägige Betreuung und Pflege in der eigenen Häuslichkeit...

Weiterlesen Informationsblatt Nr. 41 (214 KB)