Ein friedvoller Abschied am Lebensende

Niemand denkt gerne an den eigenen Tod oder den seiner Familienangehörigen. Und doch gehört auch der Tod zum Leben.

Die Palliativmedizin ist die ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer sehr schweren Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung. Sie hat das Ziel, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität in der letzten Lebensphase bestmöglich zu erhalten. Sie verbindet medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung. Die konkreten Wünsche zu bestimmten Heilbehandlungen oder ärztlichen Eingriffen können schriftlich in einer Patientenverfügung festgehalten werden.

Ein Feld mit braunem Schilfgras und bedecktem Himmel.
© Ines Iachelini

Ambulante oder stationäre palliative Versorgung

Je nachdem, wo der schwerstkranke oder sterbende Mensch bisher gepflegt wurde, sollte er oder sie möglichst auch palliativ versorgt werden. Auch in der eigenen Wohnung ist eine ambulante palliativmedizinische Behandlung möglich. Auf Wunsch kommen zusätzlich ehrenamtliche Hospizhelfer ins Haus und unterstützen die Pflege mit Zeit und persönlicher Zuwendung. Ist eine stationäre Versorgung im Krankenhaus nötig, gibt es dort häufig spezialisierte Palliativstationen. Wenn die Lebenserwartung nur noch wenige Wochen bis Monate beträgt, ist die Versorgung in einem Hospiz möglich. Auch im Pflegeheim wird sterbenden Menschen mit einer Versorgung durch spezialisierte Palliativmediziner ein würdevoller und friedlicher Abschied ermöglicht. Manche Pflegeheime arbeiten auch mit ambulanten Hospizdiensten zusammen.